Otavalo

Die Handwerkerstadt Ecuadors – Otavalo

Otavalo ist eine Andenstadt in der Provinz Imbabura und ein bedeutender Handelsort. Circa 50.000 Einwohner leben hier knapp 125 Kilometer nördlich von Quito auf einer Höhe von 2.530 Metern.

Hier lebt das wirtschaftlich überaus erfolgreiche Volk der Otavalos. Am Samstag verwandelt sich die ganze Stadt in einen einzigen Marktplatz mit einer faszinierenden indigenen Handelswelt: der Mercado de Animales (Tiermarkt), der Lebensmittelmarkt (Mercado de Alimentos) und der Obst- und Gemüsemarkt (jetzt im früheren Estadio Municipal). Hier kann man so gut wie alles kaufen. Aus dem ganzen Umland kommen die Menschen samstags in die Stadt. Der berühmte Kunsthandwerksmarkt am Plaza de los Ponchos ist die ganze Woche über geöffnet, ebenso wie unzählige Boutiquen und Kunsthandwerksläden im direkten Umfeld des Platzes.

In Otavalo gibt es drei sehenswerte Museen. Das Museo de Obraje über den Markt und die Webekunst, das Instituto Otavaleno de Antropologia, in welchem über das Volk der Otavalos berichtet wird, sowie das Archäologische Museum Ceasar Vasques Vuller welches Funde der Umgebung aus präkolombianischer Zeit ausstellt.

Ausflugsziele

Parque Cóndor

Auf einem exponierten Hügel östlich von Otavalo liegt der Parque Cóndor – “Kondor-Park”, eine Aufzucht- und Rettungsstation für Raubvögel, Uhus und Kondore. Aktuell leben in Ecuador nur noch ca. 40 Kondore in freier Wildbahn. Seit vielen Jahren kämpfen Biologen und Vogelschützer in Ecuador mit Schutzprogrammen, der Nachzucht und dem späteren Auswildern gegen das Aussterben der Kondore. Die derzeit rund 70 Tiere, die im Kondor-Park leben, stammen aus Gefangenschaften oder aber sie wurden verletzt oder erkrankt im Kondorpark abgegeben. Mehr als 100 Tiere konnten in den letzten Jahren wieder ausgewildert werden. Der Kondor ist mit bis zu 15 Kilogramm der schwerste Greifvogel und zählt zu den wenigen Vögeln, deren Spannweite über 300 Zentimeter betragen kann. Im Park gibt es täglich mehrere Flugshows mit den imposanten Tieren (11:30, 15:30 Uhr). Vom Kondor-Park haben Sie eine schöne Aussicht auf das Tal rund um die Stadt Otavalo, inklusive des Sees San Pablo.

Lagune Cuicocha

Die Lagune Cuicocha ist eine der schönsten Lagunen Ecuadors, gelegen am Fuße des Cotacachi Vulkans ganz in der Nähe von Otavalo. Sie ist Bestandteil des Naturschutzgebietes Reserva Ecologica Cotacachi-Cayapas. Eine komplette Wanderung auf rund 3.000m Höhe um die Lagune dauert 4-5 Stunden. Wer es gemütlicher mag, kann allerdings auch eine halbstündige Bootsfahrt unternehmen. Inmitten der Cuicocha-Lagune gibt es zwei sagenumwobene Inseln, die aufgrund vulkanischer Eruptionen entstanden.

Laguna Mojanda

Sie fahren auf der sich langsam die Anden hinaufwindenden Kopfsteinpflasterstraße zu den Lagunen von Mojanda (3.722 Meter). Hier können Sie bereits Ihr heutiges Tagesziel erkennen, den 4.263 m hohen Aussichtsberg Fuya Fuya. Durch den Paramo wandern Sie auf einem Pfad dem Gipfel entgegen, das Panorama auf die Laguna Mojanda wird dabei immer gewaltiger. Sie steigen bis zum Ostgratsattel (4.205 m) auf von wo aus Sie bei etwas Wetterglück den Eisriesen Cayambe (5.790 m) sehen können. Wer noch Luft hat, kann auch weiter bis zum Ostgipfel (4.263 m) aufsteigen.

Handwerksdörfer im Kanton Otavalo

Bei dieser außergewöhnlichen ethnologischen Tour durch mehrere Handwerksdörfer im Kanton Otavalo besuchen die Teilnehmer 8-10 Familienbetriebe, darunter Weber, Flechter, Spinner und Presser, die in der Tradition von Jahrhunderten mit Naturstoffen wie Gräsern, Bambus, Wolle und Agaven auf primitive, aber handwerklich hoch entwickelte und geniale Weise ihre Produkte herstellen. Die Rundtour führt – in Variationen – ab Otavalo vom Ort Carabuela nach Puyaro, Cerotal, La Esperanza de San Roque und schließlich nach San Juan de Illumán. Bei Ihrem Besuch werden Sie in die Techniken eingeführt und können sie auf Wunsch auch selbst ausprobieren.

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